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Aller Anfang ist leicht! | ||
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"Englischreiten", "Englische Reitweise":
Das Wort als Solches wurde in den U.S.A. zur Unterscheidung der weitgehend ambitionsfreien pferdegestützten Fortbewegungsweise dortiger Rinderhirten von der doch immerhin vorhandenen Reitkunst deren damaliger Kolonialherren geprägt, es ist darüber hinaus vollkommen leer. Geht man aber doch einmal ernstlich darauf ein, ergibt sich zudem: Seit William Cavendish, Duke of Newcastle, findet sich zur Ausbildung von Pferden und Reitern aus England (schon gar den USA!) nichts von Belang. Der englische Beitrag zum Thema besteht neben dem Pritschen-Sattel und dem Leichttraben vor allem in den Erkenntnissen aus Zucht und Haltung (Fütterung). Die für die Insel typische Reitweise dagegen nennt z.B. Steinbrecht in einem Seitenhieb auf die miserable Arbeit zeitgenössischer[?] Berufsreiter die "Natürliche" und hebt hervor, daß das Bestreben, mit dem Pferd immerhin im Gleichgewicht zu reiten und seinen Bewegungsablauf nicht zu stören, diese gegenüber stümperhafter und grober Arbeit minderwertiger ‘Bereiter’ seiner[?] Zeit auszeichne. Zugleich bedauert er, daß die hervorragenden englischen Pferde infolge jener Reitweise extrem an Gliedmaßen und Gelenken geschädigt und allzufrüh das Ende ihrer Leistungsfähigkeit erreichen würden. Was wir heute als ‘traditionelle deutsche Reiterei’ vorfinden, gründet auf einer langen Entwicklung, die, viele Jahrhunderte nach dem Reiteroffizier Xenophon, ihren Ausgang in Italien nahm (Griso), in Frankreich fortgesetzt wurde (Pluvinel, Guérinière), zwischendurch maßgebliche (aber eben auch einzige!) Anregung durch einen in Frankreich(!) tätigen Engländer empfing (Cavendish) und in einer langen Reihe hervorragender oesterreichischer und deutscher Pferdeleute über Weyrother (die Spanische Hofreitschule), Seeger, Steinbrecht, Plinzner, Heydebreck ihren Weg in unsere Zeit fand. Ihre härteste und, ganz im Gegensatz zu der vergleichsweise läppischen Belastung beim Einfangen von Rindern, ultimative Bewährungsprobe hatte diese Reiterei schließlich im Überleben des Reitersoldaten zu bestehen. Was aber mag denn nun wirklich ‘englisch’ sein an unserer Reiterei? Das Leichttraben. Nicht unbedeutend, gewiß, aber auch: Mehr nicht! - Die Frage nach der grundlegenden Ausbildungsqualität wie auch der Namensgebung erübrigt sich damit. Die Summe findet sich - auch in englischer Sprache und als offizielle Grundlage der Reitausbildung in Großbritannien - in den Richtlinien für Reiten und Fahren der deutschen FN. |
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"Le Manege Royal" (Pluvinel, postum 1623):
"Das Pferd muß selber Freude an der Reitbahn haben, sonst wird dem Reiter nichts mit Anmut gelingen. "Wir sollten besorgt sein, das Pferd nicht zu verdrießen und seine natürliche Anmut zu erhalten, sie gleicht dem Blütenduft, der niemals wiederkehrt, wenn er einmal verflogen ist. Bereits bei Xenophon sind Äußerungen in ähnlichem Sinne zu finden! | ||
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