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- Reitlehre
traditionell, basierend auf den Richtlinien
der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), gestützt auf die
natürlichen Fähigkeiten des Pferdes,
in den Grunddisziplinen Dressur, Gelände, Springen sowie Bodenarbeit und Arbeit an der Hand,
Orientierung im Gelände:
- Wozu ‘Reitlehre’?
- Nicht das Pferd beherrschen wollen, sondern ihm behilflich sein!
- Flüsternde Pferde
und ratlose Menschen? - Vor Allem die Schule der Wahrnehmungen!
Nun, Veranstaltungen der Sorte Roberts oder Kutsch halte ich mittlerweile nur noch
für blanke Charlatanerie. Den Beweis trete ich gerne an, etwa bei Pferden, an denen jene gescheitert
sind - allerdings, weil ich nicht mehr bereit bin, im Stillen den Müll anderer wegzukehren und dann
für‘n billigen Handschlag deren Arbeit zu machen, nur gegen üppiges Erfolgshonorar
(Scheichs und Hämflinge zahlen doppelt, Kuhjungen vierfach, Rai-"Reiter" &c achtfach!).
- so ganz nebenbei erlaube ich mir,
- deutliche Zweifel an der offenbar zunehmenden Überzeugung zu erheben und dagegen
anzutreten, daß Anstand, Bildung und die Anwendung von Verstand
der Arbeit mit Pferden unzuträglich seien - Im Gegenteil, anders ist es nicht möglich, dabei
überhaupt Nennenswertes zu erreichen!
- und nein,
- wir reiten nicht aus der Körpermitte, die ist für ganz andere
Sachen da.
Wir lassen auch keine Bällchen im Unterleib kullern.
Ganz simpel: Wir reiten. Mit dem Hintern. Wozu wäre der sonst nütze?!
- wir pferdeflüstern nicht! - oder hat man schon mal Pferde flüstern
hören?
Wir brüllen aber auch nicht in der Gegend rum!
- und ja,
- es gibt sie, eine ‘Sprache’, die die Verständigung mit dem Pferde erlaubt.
Aufmerksame Beobachtung, das System der ‘Hilfen’
und des ‘Reitertakts’, Themen unserer Reitlehre, solide Grundlage der Ausbildung.
- es gibt sie nicht, die ‘Sprache der Pferde’, die in ein Wörterbuch paßt.
Simpel! Wer hat jemals Pferde reden hören? Flüstern gar? Man verständigt sich.
Leise. Sehr leise. Man zeigt sich - und erwartet, gesehen zu
werden. Eine geradlinige Übersetzung aber, beispielsweise ‘Ohren nach hinten’ gleich
‘Drohung’, ist weder sicher noch sonderlich hilfreich.
- Wir können die Verständigung üben,
die der Hilfen ebenso, wie die, die das Pferd uns lehrt - und das Pferd selbst ist
dabei der beste und zugleich der geduldigste Lehrmeister, der sich vorstellen läßt. Auch
das ist ‘Reitlehre’.
- mehr erschließt die Beobachtung,
mal andersrum, die Einwirkung des Pferdes erkunden. Und Aufmerksamkeit, Hingabe,
alles, was wir auch vom Pferd erwarten, selber probieren. Das
Ergebnis mag überraschen …
- Schließlich:
- In der Reiterei gibt es keine Autodidakten!
These erstmal. These? Gegenteil! Schreckliche Wahrheit.
Die vielen Prediger "Alternativer Reitweisen" belegen das!
- Man erlernt nicht "Das Reiten"
Man erlernt die Grundlagen, den Umgang, den Sitz im Gleichgewicht, die Einwirkung zu Pferde als Basis für den Anfang.
Von da an erweitert man sein Können, vervollkommnet es, dem Glücklichen mag‘s gegeben sein, sich der
Vollendung zu nähern. - Sofern er denn weiß, was er darunter versteht.
- Wir brauchen keine "Philosophie"!
Die Reitlehre genügt. Und der Respkt gegenüber der (lebendigen) Existenz ansich. Fertig!
- Wie alles, so haben die Ammis natürlich auch das Pferd erfunden.
und verbreiten mutig ihre peinlichen Erkenntnisse:
"Wenn ein Pferd jeden Tag 1 Prozent besser
würde, wäre das Training in 100 Tagen beendet.
Reining-Trainer USA"
[Quelle fnverlag, leseprobe
"Westernreiten in Theorie und Praxis" von Petra Roth-Leckebusch, pg 101]
Seltsame Worte in einem - wie die Leseprobe vermuten läßt - ansich wohl sehr interessanten
und eine beutsame Lücke füllenden Werk.
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